![]() WirtschaftlichkeitBringt der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen ökonomische Vorteile?Zunächst einmal ist das Saatgut teurer, im Schnitt um 25 – 35 % und der Ertrag in der Regel nicht höher. Erfahrungen zeigen, dass in den ersten drei Anbaujahren der Herbizideinsatz sinkt, was zu einer Zeit- und Kosteneinsparung führt, danach aber wegen der Resistenzbildungen wieder steigt. Werteverluste können sich durch GVO-kontaminierte Grundstücke ergeben. Dies ist der Grund, dass sich auch Städte und Gemeinden dazu entschließen, keine Gentechnik auf ihren Flächen zuzulassen. Zum Beispiel die Stadt Dortmund:„Durch die Kontamination von unbebauten Flächen mit gentechnisch veränderten Pflanzen und den damit verbundenen Ausschluss von Nutzungsalternativen entstehen Opportunitätskosten in nicht absehbarer Höhe. Durch die bestehende Rechtsunsicherheit hinsichtlich Schadensersatzforderungen im Kontext der Auswirkungen von gentechnisch veränderten Pflanzen (….) können erhebliche finanzielle Forderungen gegen die Stadt Dortmund nicht ausgeschlossen werden.“ zu versichern.
„Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft hat am 2. Juli 2004 nochmals betont, keine Landwirte zu versichern, die gentechnisch verändertes Saatgut verwenden. Auch ausländische Versicherer seien vermutlich nicht an dem Geschäft interessiert. Vertreter der Saatgutfirmen haben ebenfalls klargestellt, dass sie nicht bereit sind, Landwirte von der Haftung freizustellen.“
Rückrufaktionen von unbeabsichtigt in Lebensmittel gelangte Gen-Produkte können sehr teuer werden. So kostete im Jahr 2000 eine Rückrufaktion von Starlink-Bt-Mais dem Konzern Aventis 1 Mrd. US-Dollar. Das Produkt war in den USA als Futtermittel zugelassen, aber nicht als Lebensmittel. Für Landwirte und Verbraucher bringt der Anbau von Genpflanzen keine wirtschaftlichen Vorteile.
|
|
|
| |