Ökologische Risiken

Mögliche Folgen für die Umwelt

Die ökologischen Gefahren, die vom Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ausgehen, sind groß. Zum Beispiel produziert der insektenresistente Bt-Mais fortlaufend und in allen Pflanzenteilen Bt-Toxine, also ein Gift. Dieses Gift wirkt nicht nur auf den Schädling Maiszünsler, einem Falter, giftig, sondern auch auf andere Insekten, auch auf Nützlinge wie die Raupen des Tagpfauenauges oder auf Bodenlebewesen. Im konventionellen Maisanbau wird das Bt-Gift nur bei tatsächlichem Befall gezielt eingesetzt.

 

Bei den herbizidresistenten Pflanzen werden durch die Spritzungen der Totalherbizide, zum Beispiel Roundup, alle Ackerkräuter, ganz egal ob sie schädlich sind oder nicht, vernichtet. Hierdurch wird das Bodenleben beeinträchtigt und die Artenvielfalt bedroht. Mehr noch: Nach einigen Jahren bilden sich auch gegen Mittel wie Roundup Resistenzen und sogenannte Superunkräuter entstehen, die wiederum mit noch schärferen Mitteln bekämpft werden müssen.
 

In einem mehrjährigen Feldversuch wurde in Großbritannien 2000 – 2002 ein Vergleich angestellt zwischen dem konventionellem Anbau und dem Anbau von gentechnisch verändertem Raps, Mais und Zuckerrüben. Das Ergebnis war ernüchternd: im Gentechnik-Anbau wurden 24 – 44 % weniger Schmetterlinge, Samen und Blütenpflanzen festgestellt. Zudem nahm die Anzahl und Vielfalt der Kräuter deutlich ab, das bedeutet weniger Futterpflanzen für Insekten und Vögel.