![]() Ist Koexistenz möglich?
Das heißt zum Beispiel für Raps: die Pollen vom Raps können sehr weite Wege zurücklegen, 26 km sind schon gemessen worden.
Raps-Samen sind bis zu 10 Jahren im Boden keimfähig.
Ein Beispiel, wie sich der Durchwuchs auswirken kann: in „Löwensenf“ wurden gentechnisch veränderte Bestandteile gefunden. Die Firma bezieht Senf aus Kanada. Nach Angaben der Firma sind die gentechnischen Bestandteile auf Durchwuchsraps in den Senffeldern zurückzuführen. In der Konsequenz heißt das, dass in Mitteleuropa mit seiner überwiegend kleinräumigen Struktur bei Raps keine Koexistenz möglich ist.
Nicht ganz so drastisch ist die Situation bei Mais. Mais ist nicht winterhart, das heißt, dass die Gefahr von Durchwuchs geringer ist. Maispollen sind schwerer als Rapspollen. Er hat keine Auskreuzungspartner, das heißt, er breitet sich in erster Linie auf benachbarten Maisfeldern aus. Im Erprobungsanbau der Gentechnikbefürworter wurde getestet, dass bei einem Abstand von 20 m zwischen Gen-Maisfeldern zu konventionellen Maisfeldern die Kontamination unter dem gesetzlichen Grenzwert von 0,9 % bleibt. Dies ist wahrscheinlich so lange zu managen, wie der Anteil von GV-Mais relativ gering ist und genug finanzielle Mittel für ein Management zur Trennung beider Systeme zur Verfügung steht. Erntegut mit einer Verunreinigung gerade unter 0,9 % ist zudem praktisch nicht mehr als gv-freie Ware zu vermarkten. Gerade im Münsterland gibt es sehr viel Maisanbau. Je intensiver der Anbau ist, desto größer auch die Gefahr der Kontamination. Letztendlich ist es auch bei Mais eine Frage der Zeit, bis aus der Koexistenz eine Kontamination geworden ist.
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