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Einladung zur Informations- und Diskussionsveranstaltung

 

Und es geht doch - gentechnikfreie Futtermittel aus dem Münsterland

 

Der Anbau von Gen-Mais ist seit kurzem in Deutschland verboten. Auch die Umstellung auf Futtermittel ohne Gentechnik ist möglich. An diesem Abend können Sie sich bei Fachleuten aus der Praxis informieren.

 

Montag, 29. Juni 2009, 20 Uhr

Saerbeck, Gaststätte Ruhmöller

(an der B 475, zwischen Saerbeck und Emsdetten)

Zu Ihrer Information stehen zur Verfügung:

  • Leonhard Große Kintrup, konv. Milchviehbetrieb
  • Christian Schippmann, konv. Ferkelerzeugerbetrieb
  • Heiner Lohmann, konv. Milcherzeugerbetrieb
  • Reinhard Gilhaus, Raiffeisen Warengenossenschaft Saerbeck eG

Veranstalter:

  • RLM e.V. – Regionale Landwirtschaft Münsterland

Hier gibt es mehr Informationen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neue Broschüre des RLM

 

Soja, Mais und Co. - Futtermittel ohne Gentechnik

 

80 % aller weltweit gentechnisch veränderten Pflanzen werden als Futtermittel verwendet. An erster Stelle steht hier Soja. Das eiweißreiche Schrot dieser Hülsenfrucht ist aus den Futtertrögen unserer Region nicht mehr wegzudenken. Doch geht es auch ohne gentechnisch veränderte Futtermittel?

Mi unserer neuen Broschüre möchten wir Landwirte und Verbraucher informieren. Was ist dran am Anbau mit Gentechnik? Wie sieht die Rechtslage aus? Sind gentechnikfreie Futtermittel verfügbar? Und wie werden sie kontrolliert und zertifiziert? Welche Vorteile haben Landwirte, wenn sie sie einsetzen? All diese Fragen werden in der Broschüre umfassend beantwortet. Außerdem werden Anbieter von gentechnikfreien Futter- und Lebensmitteln vorgestellt.

 

Die Broschüre kann gegen Erstattung der Versandkosten verschickt werden.

Ein Download finden Sie hier.

 

 

 

591 Unterschriften für eine gentechnikfreie Landwirtschaft

 

Im Dezember 2007 hat der RLM hat den 555. Betrieb prämiert, der die Selbstverpflichtungserklärung für eine gentechnikfreie Landwirtschaft im Münsterland unterschrieben hat.

Die 555. Unterschrift kam aus Ostbevern. Landwirt Martin Böckmann ist gegen den Anbau von gentechnisch verändertem Mais, weil er keine Lizenzbegühren an die großen Saatgutkonzerne zahlen will.

Die Akteurinnen und Akteure im RLM freuen sich über diesen Erfolg.

Das Münsterland ist inzwischen zur größten gentechnikfreien Initiative in Nordrhein-Westfalen geworden.

Inzwischen haben 591 Betriebe die Selbstverpflichtungserklärung für eine gentechnikfreie Landwirtschaft unterschrieben.

 

Gen-Raps in NRW gefunden

 

Im Rapssaatgut des Unternehmens "Deutsche Saatgutveredlung" (DSV) in Lippstadt sind Rückstände von gentechnisch verändertem Material gefunden worden. Das belastete Saatgut ist in mehrere Bundesländer ausgeliefert worden und zum Teil bereits ausgesät. Es handelt sich um die Sorten "Taurus" und "Oase", die keine Anbauzulassung haben. Die Quelle der Verunreinigung ist bislang nicht gefunden worden. In NRW ist Gen-Raps bereits von 1995 bis 2000 an verschiedenen Standorten angebaut worden. Hier könnte die Ursache liegen, denn Rapssamen sind jahrelang keimfähig.

 

Imker gegen Gentechnik

 

Ein großer Erfolg war das Seminar "Gentechnik in der Landwirtschaft? - Auswirkungen auf Imkerei und Naturschutz", welches am 24.8.07 in Münster statt fand. Im voll besetzten Saal diskutierten etwa 100 Teilnehmer, überwiegend Imker, über wirtschaftliche, ökologische und gesundheitliche Folgen des Einzugs der Agro-Gentechnik für die Imkerei.

Ein Naturprodukt wie Honig lässt sich nicht mehr verkaufen, wenn es gentechnisch belastet ist, ganz egal, ob es gekennzeichnet werden muss oder nicht. Und Bienen halten sich nicht an Abstandsregeln, sie fliegen am Tag 5 bis 10 km weit. Die Imker beschlossen, sich hier weiter zu engagieren.

 

Durchwuchsmais in Werne

 

Auf einer Freisetzungsfläche in Werne, wo seit Jahren gentechnisch veränderter Mais angebaut wird, ist Durchwuchsmais festgestellt worden. Im Vorjahr wurde hier das gentechnisch veränderte Saatgut gehäckselt und in den Boden eingearbeitet. Aufgrund des milden Winters und des fehlenden Frostes sind die Maisamen ausgekeimt und haben zu Durchwuchsmais geführt. Hier wird deutlich, dass in Zeiten von massiven Klimaänderungen der Anbau von konventionellem Mais nicht möglich ist, wo vorher Genmais gestanden hat.

 

Weitere Meldungen

Der Genmais in Borken bleibt stehen, der konventioneller Mais ist untergepflügt worden.

Der Genmais in Borkenwirthe muss nicht untergepflügt werden.

Der vom Bundessortenamt verlangte Abstand von 150 m zu konventionellen Betrieben wird jetzt eingehalten, indem benachbarte Flächen angepachtet wurden. Die aus anderen Ländern bekannten Geschäftspraktiken der Saatgutfirmen machen sich allmählich hier auch breit. In Borkenwirthe hält man es jetzt für notwendig, einen Wachdienst einzurichten.

Näheres unter www.borken-ohne-genmais.de

 

 

 

 

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) verbietet das Inverkehrbringen von gentechnisch verändertem Mais der Linie MON 810. Das Unternehmen Monsanto darf MON 810 erst dann wieder verkaufen, wenn es einen Plan zur Beobachtung der Umweltauswirkungen vorgelegt hat. Nach Ansicht des BVL liegen zahlreiche ökologische Bedenken vor. Zu spät kommt dieser Erlass vom 27.4.07, denn zu diesem Zeitpunkt war der Mais schon ausgesät. Und der Erlass verbietet lediglich den weiteren Verkauf des Saatgutes, nicht aber den weiteren Anbau.

 

 

Erlass des BVL vom 27.4.07

www.keine-gentechnik.de

Gentechnikfreie Regionen

Sie möchten als Landwirt weiterhin Produkte ohne Gentechnik produzieren?
 

Dann unterschreiben Sie doch unsere Selbstverpflichtungserklärung und legen damit ein Veto gegen den Gen-Anbau ein. Bundesweit haben schon 26.781 Landwirte in 164 gentechnikfreien Regionen schriftlich erklärt, ohne Gentechnik zu wirtschaften - auf 962.241 ha.
Hier finden sie weitere Informationen: gentechnikfreie-regionen.de

 

Bei uns im Münsterland haben bisher 591 Landwirte, die insgesamt 18.469 ha bewirtschaften, erklärt weiterhin gentechnikfrei zu wirtschaften.

Wo diese Höfe liegen, sehen Sie auf dieser Karte!

 

Anbau weltweit

 

Nach neuen Zahlen, die die ISAAA vorgelegt hat, ist der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen im Jahr 2006 auf über 100 Millionen ha gewachsen. 53 % der Fläche liegt in den USA. Auf 57 % der Fläche werden gentechnisch veränderte Sojabohnen angepflanzt. mehr