Agro-Gentechnik - Was ist das?

 

Jede Pflanze oder jedes Tier verfügt über Erbinformationen, die normalerweise auf natürlichem Wege an die nachfolgende Generation weitergegeben werden. Dies passiert innerhalb der gleichen Art oder an verwandte Arten.
Bei der „gentechnischen Veränderung“ oder „Genmanipulation“ werden einzelne Gene isoliert, mit Erbmaterial aus anderen Organismen verknüpft und über Artgrenzen hinweg auf beliebige andere Organismen übertragen. Die Überschreitung der Artgrenzen ist bei herkömmlichen Züchtungsmethoden nicht möglich.

 

Es gibt mehrere Verfahren, Erbmaterial in andere Organismen einzubauen. Bei keinem Verfahren lassen sich Einbauort und Anzahl der eingebauten Gene bestimmen. Auch sind die Wechselwirkungen von eigenen und Fremdgenen nicht bekannt.

 

Bei gentechnischen Verfahren in der Medizin spricht man von „Roter Gentechnik“, in der Landwirtschaft von „Grüner Gentechnik“ oder „Agrogentechnik“.
Der wesentliche Unterschied bei der Bewertung beider Verfahren: Die „Rote Gentechnik“ findet im Labor, also in geschlossenen Systemen statt, die „Grüne Gentechnik“ in der Umwelt, also in einem offenen System.